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Umzugskartons packen

Die goldenen Regeln für Packer Die wichtigsten Tipps zum optimalen Kistenpacken Gut verpacktes Umzugsgut ist die halbe Miete! Ein durchnittlicher Haushalt benötigt ca. 1 Karton je Quadratmeter. Qualität ist nötig Ohne professionelle Kartons geht´s gar nicht, behaupten die Spediteure und haben natürlich Recht. Wer seinen Hausstand sicher transportieren will, der kommt um Umzugskartons nicht herum. "Vier Vorteile haben professionelle Kartons", "Zum einen sind sie stapelbar und haben eine einheitliche Größe, das ist gut für den LKW. Dann sind sie belastbar, das ist gut, damit nichts kaputt geht. Und vor allem werden sie nach dem Umzug auch wieder abgeholt oder können verkauft werden. Niemand packt sich also den Keller unnötig zu." Wichtig auch: Kartons vom letzten Umzug sind meistens mit Vorsicht zu genießen, wenn sie nass und damit vielleicht instabil geworden sind. Was kaum jemand weiß: Umzugskartons sind mit wasserlöslichem Leim verarbeitet und schon nach einem halben Jahr im Keller verlieren sie die Hälfte ihrer Tragfähigkeit. Die richtige Menge Neben den Kartons brauchen Packer immer noch jede Menge Packpapier zum Einschlagen: Zeitungen sind hierfür überhaupt nicht geeignet, die Druckerschwärze färbt auf alles ab. Sinnvoller sind beim Umzug Seidenpapier und Noppenfolie. Die nötige Menge an Kartons zu berechnen ist eine Kunst. Auch wenn als Faustregel häufig empfohlen wird, pro Quadratmeter Wohnfläche einen Karton einzuplanen, sollten Umziehende lieber großzügig rechnen und ein paar Kartons in Reserve behalten. Das gilt auch für das Seidenpapier und die Noppenfolie: Zuviel davon kann man kaum haben. Strategisches Packen "Am sinnvollsten packt man vom Unwichtigen zum Wichtigen", verrät Spediteur Klaus Herrmann. Das heißt: Als erstes verschwinden die Sachen in den Kartons, die bis zum Umzug sowieso keiner mehr braucht. Das sind vor allem die Sachen auf dem Dachboden, im Keller oder in Abstellräumen. Ungefähr zwei Wochen vor dem Tag X beginnt dann das Einräumen in der Wohnung. Und für Spezialist Herrmann gilt hier: "Packen Sie erst einmal alles zur Seite, was Sie bis zum letzten Tag brauchen, also solche Sachen wie Geschirr, Wäsche und Handtücher. Wenn Sie diese Basics dann gesichert haben, fangen Sie an, alles andere nach und nach zu verstauen." Die "Fünf Gs" ... Grundsätzlich gelten für das Packen der Kartons die "Fünf Gs". Eins steht für die Geschicklichkeit, mit der man packen muss. Das heißt, Zusammengehöriges sollte auch in einem Karton landen. "Es nützt Ihnen ja nichts, wenn die Küchenmesser in dem einen Karton liegen und die Gabeln im anderen". Das zweite G steht für Größe. Wichtig ist beim Umzug vor allem, dass die Kartons handlich und damit leicht zu tragen sind. Das dritte G steht für Gewicht. Grundsätzlich gilt, dass Umzugskartons mit einem Gewicht von mehr als 30 Kilo "unumziehbar", also nicht tragbar sind. G steht aber auch für die Grifflöcher in den Kartons: Sie müssen frei bleiben, denn ansonsten sind auch wirklich gut gepackte Kartons nicht tragbar. Und vor allem dürfen in ihrer Nähe keine spitzen oder scharfkantigen Gegenstände ungeschützt eingepackt werden - das Verletzungsrisiko ist enorm. Das letzte G steht dann für die Gefahrminimierung: "Sie sollten alles in Kartons verpacken, was irgendwie reinpasst", denn "... eine verpackte Lampe im Karton ist allemal geschützter als eine unverpackte irgendwo im LKW!" Schritt für Schritt Beim Einpacken selbst gilt die Parole: Machen Sie es sich bequem! "Wenn Sie einpacken, räumen Sie einen Tisch frei, breiten Sie darauf das Packpapier aus und stapeln Sie die eingepackten Sachen dann in einem Karton, der nicht zu niedrig steht, damit Sie sich nicht andauernd bücken müssen! Denken Sie daran: Bei einer Wohnung mit 100 Quadratmetern kommen schnell 80 bis 100 Kartons zusammen." Wenn der Karton dann schwer genug ist, müssen die Leerräume ausgepolstert werden, damit der Karton beim Stapeln nicht einknickt. Und vor allem ist es dann noch wichtig, die Kartons zu beschriften: was ist drin und wo sollen die einzelnen Kartons in der neuen Wohnung abgestellt werden? Die einzelnen Zimmer Am einfachsten geht das Einpacken im Schlafzimmer: Bettwäsche und ähnliches sollte in den meistens vorhandenen Reisekoffern verstaut werden, damit man es am Abend nach dem Umzug schnell wiederfindet. Die Hemden, Anzüge, Kleider und Blusen auf den Kleiderstangen im Schrank sollten möglichst hängend transportiert werden - hierfür gibt es spezielle Kleiderboxen. Alles andere ist leicht und passt auch in größere Kartons, ohne dass die schwer wie Blei werden. Anders sieht es da schon im Arbeitszimmer aus. Wer nicht spezielle Bücherkartons benutzt, sollte sich pro Umzugskarton auf eine Lage Bücher "Rücken an Rücken" beschränken und den Karton mit leichteren Sachen auffüllen. Jeder macht mit Einfach haben die Eltern es auch, wenn es um das Kinderzimmer geht. Sind die Kinder alt genug, sollten sie mit Hilfe von Mama oder Papa die Spielsachen einpacken, so haben sie das Gefühl, mit "dabei zu sein", wenn es in das neue Zuhause geht. Im Bad ist vor allem wichtig, dass alles zugeschraubt wird, bevor es in die Kartons wandert. Richtig viel Arbeit Die Küchenutensilien müssen besonders aufwendig eingepackt werden, denn hier kann nicht nur am meisten kaputt gehen, auch die meisten Verletzungen gibt es an den Küchenkartons. Grundsätzlich gilt deshalb auch: Sparen Sie nicht an Verpackungsmaterial. Teller, Schüsseln, Gläser oder auch das Familienporzellan muss am besten mehrfach mit Papier oder Noppenfolie eingeschlagen werden, damit es nicht bricht. Am sichersten ist es dann hochkant gestellt verpackt, die Leerräume zwischen einzelnen Paketen sollten auf jeden Fall mit Papier gestopft werden. Seidenpapier.de Wichtig ist vor allem in der Küche auch der Schütteltest, meint Horst Waltersen: "Schütteln Sie den Karton nach dem Packen sanft. Wenn Sie etwas hören, liegen Sachen aufeinander, die sich gegenseitig zerschlagen können. Hier hilft nur Nachbessern beim Auspolstern!" Spezialverpackungen Nicht nur mobile Kleiderstangen im Schlafzimmer erleichtern den Transport: Bücher, Schallplatten und andere Schwergewichte wie CDs gehören in spezielle Bücherkartons. "Wer das Geld dafür nicht ausgeben will, der riskiert, dass die normalen Umzugskartons reißen und Schäden bleiben. Spezielle Behälter gibt es auch für Matratzen, Sofa und Sessel: Sie kommen in Folienverpackungen, die vor Verschmutzung und Beschädigung schützen. Besonders empfindliche Sachen werden in der Regel in Luftpolsterfolie oder Papierpackdecken eingewickelt und verklebt - sicher eine sinnvolle Investition, wenn man sieht, wie schnell Bilder oder Spiegel zerbrechen. Ende gut - alles gut? Wer alle diese Tipps beherzigt, wird beim Umzug Geld und vor allem Nerven sparen. Und wer wirklich alles so verpackt hat, der sollte daran denken, für den Umzugstag noch ein paar leere Kartons in der alten Wohnung zu deponieren, denn beim Umzug finden sich immer noch jede Menge Überbleibsel ... wer denkt schon an alle Jalousien, Lampen, Gardinen, Kleiderhaken, Duschvorhänge, Radiorekorder, Toaster ... und ... und ... und ... Die goldenen Regeln für Packer 1. Qualitativ und Quantitativ ausreichendes Material besorgen 2. Strategie entwickeln: Packen vom Unwichtigen zum Wichtigen hin 3. Die "Fünf Gs" berücksichtigen 4. Bequem einpacken 5. Augen auf beim Einpacken: Alles verschließen und sichern 6. Spezialverpackungen nutzen 7. Notkartons für den Umzugstag aufbewahren