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Der
Bundesverband Möbelspedition Der Bundesverband Möbelspedition (AMÖ) e.V. vertritt als Gewerbevertretung die Interessen der Deutschen Möbelspediteure auf allen Ebenen. Zu den Mitgliedsunternehmen zählen Umzugsspediteure , Handelsmöbelspediteure , Kunstspediteure sowie Spediteure von EDV und Medizintechnik . Die Unternehmen haben gemeinsam, dass sie jeweils besonders sensible Güter handhaben. Wesentliches Anliegen des Verbandes ist, die für die Möbelspediteure geltenden Rahmenbedingungen günstig zu beeinflussen und damit die Existenzfähigkeit der Mitgliedsbetriebe zu sichern. Der Verband hat die Möglichkeit, die Interessen seiner Mitglieder zusammen zu fassen und gegenüber der Politik, den Ministerien, bei Behörden, Industrie und Handel zu vertreten. Auf nationaler Ebene ist die AMÖ für ihre Mitglieder insbesondere gegenüber der Politik und Administration durch Beteiligung an Gesetzes-, Verordnungs- und Verwaltungsvorschriften tätig und wirkt bei Gehalts- und Manteltarifverträgen auf Bundes- und Landesebene beratend und unterstützend mit. Durch sachliche Informationen und objektive Darstellung des Gewerbes gegenüber der Öffentlichkeit soll ein korrektes Bild von der Leistungsfähigkeit der in der AMÖ zusammengeschlossenen Mitglieder erreicht werden. Adressaten sind Verbraucher, Verwaltung, Industrie, der Handel und die unterschiedlichen Verbände. Darüber hinaus informiert der Verband seine Mitglieder auf den Gebieten Öffentlichkeitsarbeit, Qualitätsmanagement und Verbandsmarketing. Von der AMÖ und den regionalen Mitgliedsverbänden werden die Mitgliedsunternehmen vor allem durch Beratungen, Rechtsauskünfte, gutachterliche Stellungnahmen und Auskünfte zu verkehrs- und gewerbepolitischen Fragen unterstützt. Durch enge Verbindungen zu den Organisationen von Möbelhandel und Möbelindustrie werden die Interessen der Handelsmöbelspediteure vertreten. Im Umzugsbereich sind die Spitzenverbände der Verbraucherschutzorganisationen sowie die Auftraggeber der öffentlichen Hände Gesprächspartner der AMÖ. Durch das Zertifikat „Der anerkannte AMÖ-Fachbetrieb" grenzen sich die AMÖ-Umzugsspediteure gegenüber Nicht-Mitgliedern ab. Mitgliedsunternehmen, die das Zertifikat besitzen, das jährlich neu vergeben wird, wurden hinsichtlich der Erfüllung der gesetzlich vorgeschriebenen Berufszugangsbestimmungen - Fachkunde, finanzielle Leistungsfähigkeit und persönliche Zuverlässigkeit - überprüft. Darüber hinaus haben sie sich zu einer besonders sorgfältigen Arbeitsweise ("10 Gebote") verpflichtet. a) die einheitliche Wahrnehmung und Förderung der überregionalen Belange der Möbelspedition, insbesondere gegenüber der Öffentlichkeit und den Behörden, b) die Förderung aller Maßnahmen zur reibungslosen Zusammenarbeit der Mitgliedsunternehmen, c) die sachverständige Beratung der Mitgliedsunternehmen und der Behörden bei ihren Aufgaben in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsverbänden, d) die Förderung des kollegialen Verhaltens und des lauteren Wettbewerbs innerhalb der Möbelspedition, e) die Förderung des Austausches wirtschaftlicher und technischer Erfahrungen zwischen den Mitgliedsunternehmen, f) die Entwicklung und Förderung von Qualitätsmaßstäben, g) die Mitwirkung bei der Kalkulation von Leistungsentgelten und der Entwicklung von Bedingungen für Beförderungs- und sonstige Leistungen, h)die Feststellung der Usancen der Möbelspedition, i) die Einrichtung und Unterhaltung eines ständigen Schiedsgerichts zur Entscheidung von Streitigkeiten zwischen den Mitgliedsunternehmen aus der Tätigkeit der Möbelspedition, j) die Einrichtung und Unterhaltung einer Einigungsstelle zur gütlichen Beilegung von Meinungsverschiedenheiten zwischen Mitgliedsunternehmen und Kunden bei der Durchführung von Umzügen und Lagerungen, k) die Förderung der internationalen Zusammenarbeit im Bereich der Möbelspedition, l) die Koordination und Verhandlungsführung auf sozialpolitischem Gebiet, den Abschluss von überregionalen Tarifverträgen anzustreben. Motivation für die Verbandsgründung Die fachliche Spezialisierung der Möbelspediteure führte schon früh dazu, dass sich die Möbeltransportunternehmer zu Verbänden zusammenschlossen, um eine einheitliche Gewerbepolitik zu betreiben. Seinerzeit wurden Fernumzüge ausschließlich per Bahn durchgeführt. Die Kooperation mit auswärtigen Kollegen war unumgänglich notwendig und musste organisatorisch ausgebaut werden. Neben der Kooperation war die Koordination der Arbeitsmaterialien des Gewerbes besonders wichtig. Für Umzüge wurden spezielle gepolsterte und geschlossene Möbelspezialfahrzeuge und spezielle Möbel Lift Vans (Container) für den internationalen Verkehr entwickelt. Das Personal wurde aus- und weitergebildet, für ausreichendes Material musste gesorgt werden, sprich: Decken, Kartonagen, Spezialpapier, Kleiderkisten, und so weiter. Der Laderaumausgleich, das heißt Clearing von etwa 25.000 Bahnmöbelwagen und einer größeren Anzahl von Lift Vans für den internationalen Verkehr, wurde mit Hilfe der Verbände organisiert. Die Kooperation der Gewerbeangehörigen im gegenseitigen Zuweisungsverkehr gehörte ebenso dazu wie eine möglichst weitgehende Ordnung des preislichen Wettbewerbs durch einheitliche Tarife. Chronik Bereits im Jahr 1881 wurde die erste deutsche berufsständische Organisation das Möbeltransportgewerbes, die Deutsche Möbeltransport Gesellschaft – DMTG - als Verein in Kassel gegründet. Damit wurde der Grundstein für jetzt bald 125-jährige Tradition des organisierten Zusammenschlusses deutscher Möbelspediteure gelegt. 1886 wird in Berlin der internationale Möbeltransport Verband (IMTV) gegründet. 1900 wird ebenfalls in Berlin die „Centralstelle des Deutschen Möbeltransports" gegründet. 1913 schließen sich die genannten Organisationen zur Tarif- und Interessengemeinschaft des Deutschen Möbeltransports (TUIG) zusammen. 1932 erfolgt die Auflösung der TUIG in die Einzelorganisationen „Centralstelle des Deutschen Möbeltransports“ und Deutsche Möbeltransport Gesellschaft. 1935 wird die Verordnung über den organischen Aufbau des Verkehrs und Zusammenlegung der vier großen überregional Möbeltransportorganisationen erlassen. 1945 werden alle Verbände der gewerblichen Wirtschaft durch die Besatzungsmächte aufgelöst. 1946 wird in Lübeck der Interzonenarbeitsausschuss des Möbeltransportgewerbes gegründet. Im Einvernehmen mit den zuständigen Behörden der Westzonen beginnt die öffentliche Tarifpolitik im Möbelverkehr. 1947 wird in Wiesbaden die AMÖ als selbständige Organisation mit Sitz in Lübeck gegründet. 1953 erfolgt die Gründung der DMG (Deutsche Möbeltransport Gesellschaft) als Frachtenprüfstelle und als Wirtschaftsorganisation des Möbeltransports. 1954 erfolgt die Sitzverlegung der AMÖ von Lübeck nach Frankfurt am Main. Die Umbenennung in „Arbeitsgemeinschaft Möbeltransport – Bundesverband – e.V.“ erfolgt im Jahr 1966. Im Jahr 1968 zieht die AMÖ von der Frankfurter Paul-Ehrlich-Straße in das neu gebaute Haus des Möbeltransports nach Hattersheim am Main um. 1975 wird das rollende Känguru als geschütztes Zeichen der in der AMÖ zusammengeschlossenen Möbelspediteure eingeführt. 1999 wird der Verband umbenannt in „Bundesverband Möbelspedition (AMÖ) e.V.“ 2001: im Dezember schließt die AMÖ einen Kooperationsvertrag mit dem Bundesverband Spedition und Logistik (nach Fusion des BSL mit der VKS heute Deutscher Speditions- und Logistikverband, DSLV). Die Zukunft Im Jahr 2006 wird die AMÖ das 125jährige Bestehen des organisierten Möbeltransportgewerbes feiern. Adressen der Landesverbände finden Sie hier: http://www.amoe.de/adres_landes.php |
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